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Reisebericht: Norwegen 2010

Reise und Ankunft

Die Reise ging von Rostock nach Trelleborg und mit einem gemütlichen Honda CR-V durch Schweden, in den Süden Norwegens. Der Soundtrack auf den häufigen und teils längeren Fahrten bildeten Amy Mcdonald, Annett Louisan, die Blues Brothers, Juli, Rosenstolz, Wir sind Helden, Tina Dico und Unheilig. Die nordische Natur war atemberaubend weitläufig und bot dichte Wälter, die oft von aufragenden Felskonstellationen durchzogen wurden. Eine Fahrt über eine Landstraße grenzte an Sight-seeing und wenn es nicht gerade regnete war jede zweite Ecke einen Halt wert. Das Sommerhaus war ein alter Holzbau, der von dem Großvater unserer Vermieterin errichtet wurde. Gefühlte 20 Autos passierten tägliche die gewundene Straße an der es liegt, umringt von Feldern und wenigen Höfen.

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Sprache

Da Norwegisch dem Dänischen sehr ähnlich ist, waren nur sehr wenige Schilder oder Schriften für mich ein Problem. Der Aussprache der Norweger zu folgen war eine größere Schwierigkeit, sodass ich mich in Unterhaltungen doch eher auf Englisch verließ, obwohl mein Dänisch offenbar verstanden wurde. Sprachlich war es eine sehr interessante Erfahrung, mit etwas mehr Zeit hätte ich sicher mehr Unterhaltungen mit Muttersprachlern gesucht.

Das Fram-Museum

Das Fram Museum ist prinzipiell ein großes Haus, das ein großes, ungewöhnlich geformtes Schiff beinhaltet. Die Ausstellung rund um die Fram gewinnt ihre Attraktivität durch 3 Stockwerke voller Artefakte und Fotografien rund um die Expeditionen in die Polargebiete, für die die Fram gebaut wurde. Sowohl den arktischen, als auch den antarktischen Polarkreis hat die Fram schon befahren und kam südlicher, als je ein Schiff vor ihr. Die begehbare Fram gab Einblick in die Kabinen, Ausrüstung und ihre internen, verstärkenden Holzkontruktionen. Die Ausstellung zeigte außerdem andere Polarexpeditionen, unter anderem mit Flugzeugen und Luftschiff. Persönliche Gegenstände der Entdecker waren neben Waffen, Geschirr und Intrumenten ausgestellt. Der Souvenirshop verkauft übrigens konsequent Geschirr, dass dem der Fram nachgebildet wurde.

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Mjølk! (Elche)

Die Vermieterin unseres kleinen Ferienhauses gab uns den Tipp, mit dem Wagen kurz nach Sonnenuntergang über die schmalen Wege zwischen den umliegenden Feldern zu fahren, wenn uns Elche interessierten. Nach ca. 2 Minuten Fahrt, keinen Kilometer vom Haus entfernt, entdeckten wir aus einer Entfernung eine Elchkuh mit ihren zwei Kälbern. (Mjølk ist übrigens schwedisch für Milch, allerdings avancierte es nach einem Elchbabygag unter einigen der Reisenden zu dem ultimativen Wort um auf sich aufmerksam zu machen.)

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Øyenkilen

Der felsige Küstenabschnitt war malerisch. Die hohe Küste ist von Spalten durchzogen, in die die Wellen mit beruhigender Unregelmäßigkeit hineinbranden. Den Horizont machen Seevögel, Segler und viel Meer aus, das mit Regen und Wind deutliche Spuren in der strarren Küste hinterlassen hat. Mit anderen Worten: es gab viel zu sehen und zu fotografieren, so dass meine Süße erst am Parkplatz wieder ausgeschaltet wurde.

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Suteren

Bislang der schönste Angelplatz, den ich besuchen durfte. Von Rakkestad ist er durch eine kurze Autofahrt, möglichst mit einem geländegängigen Fahrzeug und über einen kurzen Weg zu Fuß über eine Schaf beweidete Wiese zu erreichen. In den Waldstücken, die die Ufer der Glomma säumen, sind gelegentlich kleine Holzhäuser zu entdecken, ein grandioser Ort um Sonne zu tanken und Fische zu fangen, die leider nicht all zu beißwütig waren.

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Halden und Aremark

Den See bei Halden in dieser melancholischen und von Nieselregen begleiteten Stimmung einzufangen war gar nicht so leicht, da ich meine Süße ja auch vor den lauen Sommertropfen schützen musste.

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Fotografie

Das Land ist eine Heraufsforderung, das Wetter schlägt schnell um und spendiert einem auch Ende August gerne mal über 24 Stunden Regen. Für unterwegs empfehle ich dringend Kameratasche und wasserfesten Überzug. Die Landschaften entschädigen mit ihren Anblicken voll und ganz. Wenn man, wie ich, in einer Gruppe unterwegs ist, sollte man sich darauf einstellen auch mal zurück zu bleiben, wenn man seinen Motiven etwas mehr Zeit schenken möchte, als der durchschnittliche Urlaubsfotograf. Ungewohnt war auch der Wechsel zwischen Naturfotografie und dem Sammeln von Erinnerungsstücken für mich und meine Mitreisenden. Das beste Erlebnis aus fotografischer Sicht war die Felsspalte, in der unter mir die See einbrandete und gleichzeitig die erste größere Kletteraktion mit meiner Süßen. Die gigantisch anmutende Industrieanlage am Stadtrand von Sarpsborg war auch mindestens ein Foto wert.

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Fazit:

  • 388 Fotos
  • eine Woche wunderschöne Zeit
  • ein Versprechen: Ich komme wieder.
2 comments already

2 Responses to “Reisebericht: Norwegen 2010”

  1. flomei says:

    Schöne Bilder, schönes Land. Man, hast du es gut… :-)

  2. Ich habe den Post offen, seit er online ist, aber hab es bis jetzt nicht geschafft ihn zu lesen. War echt beschäftigt (oder ich setze falsche Prioritäten)

    Freut mich echt, dass du so einen tollen Urlaub hattest. Ich bin mein leben lang JEDES Jahr 1-2 mal im Urlaub gewesen, doch seit 2006 Hab ich kein Urlaub mehr im Ausland gemacht :(

    Beneide dich echt darum und die Fotos sind echt toll. super schöne Landschaft.

    liebe Grüße
    Lennart

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