Die Liebe

Sie manifestiert sich ungefragt in Flirt, Film und allerlei.
Bringt dir Freuden, Segen, Zankerei und schlägt dir auch mal das Herz zu brei.
Doch was wären wir ohne sie, doch niemals wirklich frei?
Ob Knabe oder Mädel, wer in ihren Genuss kommt will nicht mehr von ihr lassen, oder ist es die Suche nach Prinz oder Prinzessin? Denen brachte die Liebe übrigens immer besondere Scherereien ein, da sie ja nicht lieben durften, wen sie wollten, doch genug der hohen Schwafelei.

Er dachte sich, diese dort, soll mein Weibe sein, drum lud er sie im Schankhaus ein. Er gab ihr Wein, Herz und Gedichte, doch wars wirklich sie die er begehrte? Sie wusst es nicht, denn Knaben, Buben und Gesellen sind schnell gelenkt, von Orten, fern von ihrem Hirn. Drum dacht sie, lass ich ihn sich stellen seinen Qualen, ihn bürgen, Arme drücken, sich schinden und mich anschauen bis er bittet zu erblinden. Doch gleich was sie tat, sein Wille wurd nicht schwächer, gleich wie gequetscht, gleich wie sehr es ihn zu erdrücken drohte. Durch die Prüfungen, ihm auferlegt aus Vorsicht und der ihre Angst, wurde er härter, immer härter und kalt wie alter Stahl.
An dem Tage, den sie auserkoren um ihn sich freien zu lassen, ward sein Herz so kalt und hart wie er geworden. Sein Wille war noch dort, doch sein Gefühl mag nie wieder kehren in gleich flammender Gestalt. So schwand sie ihm entfort, erschrocken vor der eignen Tat, ertränkte sich im Weiher nah der Mühle und sank tief zu Grund. Mit dem Willen stark wie eh und je, begann er duch das Land zu ziehn, sie zu finden und zu freien, doch er sollt sie niemals finden.
So streift er noch heut umher, unermüdlich, stark und kühl.

Eine Freundin hatte mich gebeten, etwas zum Thema Liebe zu schreiben, hier zu lesen ist die Erfüllung ihres Wunsches. Wieder einmal ein tragisches Ende, aber das kommt halt mal vor, wenn man den Geliebten zu vielen Strapazen und Prüfungen aussetzt. Im nachhinein ist der Text mir zu sehr Romeo und Julia abklatsch, aber vielleicht gefällt es ja irgendwem :)

Der Funke

Teil des Kollektivs,
die Hitze verbindet
auch wenn mal jemand verschwindet.

Es wird enger,
wird näher zusammen gerückt,
so mancher erdrückt.

Steht man oben,
oder liegt man darunter,
am Ende verbitter, oder munter?

Die Prüfung naht,
noch hast du nichts beendet,
noch bist du nicht ganz verschwendet.

Der Hammer fällt,
mit tosendem Knall,
bist getrennter Funke, in heißem Fall.

Deine Welt verlassend,
brennst du schnell und einsam fort,
bereust du, willst zurück an geborgnen Ort?

Der letzte Quant,
deines Funkens erlischt,
siehst nie mehr deine Brüder, neu vermischt.

Der Vorhang fällt,
der Besen der dich aufkehrt,
den bist du nicht mehr wert.

Mit diesem Gedicht versuche ich unser Streben nach Erfolg darzustellen. Ein wenig mit dem Gedanken an Billy Talents Fallen Leaves in dem es heißt: “Run away before you drown, or the streets will beat you down”, wer nicht kämpft verliert und bleibt unten. Die ganze Szene in eine Metallfabrik zu verlagern war für mich ganz logisch, da sich die Zeit eines Funkens im Flug zur Lebensdauer des Stahls ungefähr so verhält wie der Erfolg eines einzelnen im Verhältnis zur gesamten Menschheitsgeschichte. Am Schluss ist das Individuum verbraucht, auf die eine oder andere Weise und somit vergessen und nutzlos.

Liebesspiel

Die Liebe ist ein blutges Spiel,
doch all die Siege schenk ich mir.
Noch Köpfe stapeln hier und dort,
dann nehm ich auch dein Herze fort.
Ahnst du auch, gibts du nicht acht,
dies wird eine lange Nacht.
Der Präzision bin ich erlegen,
nur der puren Freude wegen.
Wirst weder Leib, noch Geist verstecken,
lässt mich Leid und Kehle lecken.
Nieder knien zu meinem Throne,
auf das ich dich belohne.
Weil du nicht weiß um mein’ Verschleiß,
wirst du willig, wirst du heiß.
Nichts hält, nicht Lüge, nicht der Rock,
so bald stolperst du schon in deines Lebens Schock.

Einer der Text, bei dem man sich doch zwei mal überlegt ob man ihn veröffentlich, aber glücklicherweise werden Texte ja nicht immer 1:1 auf ihren Autor zurück geführt. Das lyrische Ich ist hier ein sadistischer Frauenheld und ich distanziere mich mal ganz offen von Verbindungen zu mir.

tainted

I’m tainted from handcuffs and by my scars, by sex and self destruction. My tongue is foul and split, not worthy of kissing your beautiful neck, not of speaking a word to you.
Your blood is fresh and warm, mine only circulates the hate.
I’m stained from hundreds of meaningless kisses, spoiled by the idiocy of dozens. My cheating hand, rather  burned, than rewarded with you touch.
Both your smile and your tears are sun and stars, shining and glimmering from your innocence.
My soul is bruised, no more than ashes, reborn and burned down in a thousand dawns.
Yours is pure and bright, nearly blinding others with its light.
My mind is cruel and calculating, proud of all my sins and the ones I drive others into.
You use your sharp mind creatively, always helpful, never dreadful.

Your existence is the pretty contrast to mine, showing me gently, I’m the incarnation of the horned one and
you’re a saint.

Well, what can I say. It’s that feeling that overwhelms you, when you get to know someone that seems innocent and unused. Someone you feel is driven by virtue and, if that exists, the good side. Again, this text is expressing extremes and pushing the limits of contrast, mostly I’m a really nice guy ;)

Jeden Tag aufs Neue wünsch ich mir

Jeden Tag aufs Neue wünsche ich mir,
ich wär bei dir.
Ich könnte in deinen Augen ertrinken
doch warum sollte ich?
Ertrinken will ich nicht,
Ich will schwimmen,
mich treiben lassen im Ozean deiner Ruhe
und mich nicht wehren wenn ich errettet werde

Jeden Tag aufs Neue wünsche ich mir,
ich wär bei dir,
Für dich könnte ich sterben,
doch warum sollte ich?
Sterben will ich nicht.
Ich will kämpfen, um und für dich
mit gezückter Feder und gezogenem Schwert
denn wer nicht kämpft hat schon verloren

Jeden Tag aufs Neue wünsche ich mir,
du wärst bei mir,
doch deine Vollkommenheit schüchtert mich ein.
Und doch werde ich nicht mit der Wimper zucken
wenn du deine Schwingen um mich schlägst.
Genießen werd ich die Geborgenheit,
und nicht trauern, wenn du deine Flügel ausbreitest
und dich wieder in die Lüfte empor schwingst.

Ewig her, aber gern hab ichs geschrieben :)